Der Motor der Viersener Wirtschaft läuft: manchmal sogar mit Kaffee!

Viersener Frühstart 2019

(Fotos: Antje Prömper)

Über 60 gutgelaunte Unter­nehmer und viel Zeit für Kontakte: So ließ sich der Unter­nehmertreff „Viersener Frühstart“, ausgerichtet von der Sparkasse Krefeld und der Wirt­schafts­för­derung der Stadt Viersen jetzt schon zum 19ten Mal bestens begehen.

Als Stefan Vander von der Sparkasse Krefeld gemeinsam mit dem Team der Wirt­schafts­för­derung Viersen als Gastgeber vor sieben Jahren das erste Mal zum „Viersener Frühstart“ einlud, konnte er 15 Unter­nehmerinnen und Unter­nehmer begrüßen. Jetzt waren es über 60 Gäste. Geändert hat sich die Anzahl der Besucher, aber nicht das Ziel: Netzwerken, informelle Gespräche führen, Synergien entdecken. Zu diesem Zweck kamen auch dieses Mal alteingesessene, neu gegründete und zugezogene Unter­nehmerinnen und Unter­nehmer zum Frühstück zusammen. Bürger­meisterin Sabine Anemüller sagte bei der Begrüßung: „Kennenlernen steht heute im Mittelpunkt.“ Ein An­ge­bot, das die Anwesenden gerne nutzten. Stefan Vander sprach von einer erfolgreichen Idee. Die Frühstücksreihe habe 2012 begonnen und sei nun nicht mehr aus dem Viersener Wirtschaftsleben wegzudenken. Für die städ­tische Wirt­schafts­för­derung sprach der stellvertretende Fachbereichsleiter Norbert Jansen. Als aktuelle Diskussionsschwerpunkte nannte er die Bereiche Förderprogramme für Langzeitarbeitslose, Glasfaserversorgung und Ausbildungsangebote. Hier bot er Hilfe durch das Team der Wirt­schafts­för­derung an.

Autos, Kirchen und Kübelbrecher

Nach einem ausgiebigen Frühstück bot die anschließende Vorstellungsrunde die Gelegenheit, inte­ressante Gesprächs- und Geschäftspartner für später zu identifizieren und die ein oder andere humorvolle Spitzfindigkeit auszutauschen. So stellte Julia Beckers von der Sparkasse nicht nur den neuen Sparkassenpreisfinder für den Verkauf einer Immobilie vor, sondern auch die aktuellen Leasing-An­ge­bote für Fahrzeuge der Tochterfirma Deutsche Leasing. Schöne und günstige Autos, so ließen es sich die beiden anderen Viersener Autohausinhaber Oliver Bürkel und Axel Clemens nicht nehmen, gäbe es natürlich auch woanders in Viersen: neu, gebraucht und von diversen Marken. „Einen davon hätte er bestellt und würde mit Freude auf die Auslieferung warten“, nahm Andreas Huppertz in seiner anschließenden Kurzvorstellung den Ball auf. Er ist Geschäftsführer einer jüngst in Viersen-Dülken angesiedelten Agentur für Kommunikation. Das Werkstudio ist in die umgebaute Kreuzherrenschule gezogen. Ein Gebäude welches nach seiner Sanierung wieder erfolgreich mit Leben gefüllt werden konnte. Ebenfalls mit einem Augenzwinkern bot Thomas Blohm-Schröder, Architekt von dpab in Viersen, als Alternative zum Kauf eines Autos den Bau einer eigenen Hauskirche an. Die Architektengemeinschaft gilt als Spezialist für die Sanierung und den Umbau von Kirchengebäuden. Engagiert für den Sport und die Stadt zeigte sich Klaus Fleßers. Er ist Inhaber von Sport Pergens. Er bat die Unter­nehmer um Unterstützung für die Sportjugend der Stadt. In seinem Sport Fachgeschäft kann, übrigens ganz im Sinne der Fairtrade Stadt Viersen, ein Fairtrade Fußball erworben werden. Damit kann jeder, der ihn kauft, für bessere Lebensbedingungen der Menschen in den Fertigungsländern sorgen.

Nachfolger gesucht, Firma gegründet und Azubi eingestellt

Ihr Debüt in der Runde gaben Günter und Monika Verholen. Sie suchen für ihr Unter­nehmen, die Motorrad-Technik GmbH, mit Sitz im Ge­werbe­ge­biet Mackenstein, einen Nachfolger. Die Firma fertigt besondere Adapter für Lenker, Fußrasten und Windschutzscheiben von Motorrädern, die es erlauben, auch bis ins hohe Alter, entspannt auf dem Fahrzeug zu sitzen. Für junge Fahrer inte­ressant: im Onlineshop führen die Beiden nachrüstbare Navi- und Kamerahalter. Nochmal neu durchstarten will Heinz-Peter Dappen, Inhaber der bekannten Dappen Abbruch & Recycling GmbH . Unter dem Namen „Dinotec“, so sagte er, sollen noch in diesem Frühjahr moderne Maschinen für Abbruch und Recycling den Weltmarkt von der Helmholzstraße aus erobern. Neben einem Vibrationslöffel soll dort dann auch der mit einem Weltpatent versehene Kübelbrecher gefertigt werden. Vielleicht nicht gleichzusetzten mit einem Alleinstellungsmerkmal in der Welt, aber dennoch eine wirkliche Besonderheit, konnte Dunja Freimuth Inhaberin von eSales4you, verkünden. Ihr Unter­nehmen wird den ersten Kaufmann für E-Commerce im IHK Bezirk Mittlerer Nieder­rhein ausbilden. Angesicht der fortschreitenden Digi­tal­isie­rung eine Ausbildung mit Zukunft – und die dann ebenfalls „Made in Viersen“.