Jahrestreffen 2021 – Ganz im Sinne des Gründenden

Mit allen Sinnen genießbar und voller Energie: So sollte laut Einladung die erste reale Begegnung nach der langen Corona Zwangspause zwischen Start-ups, Förderern und Mitgliedern des Gewächs­hauses Viersen sein. Und? Ja, da waren sich alle Geladenen einig, das war sie auch!

Schon der herzliche Empfang durch die Viersener Wirtschaftförderinnen vermittelte die Freude des Wiedersehens. Gleich etwas für den Sehsinn war das anschließende Eintauchen in die stilvollen, in sanften Farben leuchtenden Räume der Eventlocation Hammer Mühle. Dazu ein Aperitif, der den Geschmackssinn streichelte, gereicht bei leicht perlender Musik, live untermalt von der samtigen Stimme der Sängerin Jennifer Palm. Kein Wunder, dass es derart begrüßt, den gut 50 Gästen leichtfiel, genau da wieder anzuknüpfen, wo man ein Jahr zuvor hatte aufhören müssen.

Menschen, die Netzwerken, so hieß es zur Bestätigung wenig später im Vortrag von Markus Wessel, Berater von ExpertConsult, holen Wertschöpfung an den Standort. Sein Thema: Wir starten eine Start-up-Ökosystem in Viersen. Kontakte und das förderliche Klima des Gewächs­hauses braucht die Stadt, um attraktiv für gestandene und junge Unter­nehmen zu sein. Bürger­meisterin Sabine Anemüller beschrieb es in ihrer Begrüßung so: „Ein Gewächs­haus ist eine Konstruktion, die eine wetterunabhängige Anzucht ermöglicht. Im Gewächs­haus für Jung­unter­nehmen heißt das für Gründerinnen und Gründer geschützt und gefördert auch in stürmischen Zeiten gut wachsen zu können.“

Wohlgesinnt auf nach win-win-win

Doch Viersen will nicht nur als Ort inte­ressant sein für mutige, kreative Menschen, die Lust haben, sich selbstständig zu machen. Die Stadt möchte mehr erreichen. Sie will ein umfassendes Ökosystem bilden, indem Gründende, Mentoren und Förderer finden. Dazu sollen sie die Gelegenheiten zum konstruktiven Austausch on und offline haben, Kooperationen zu Hochschulen nutzen können und den Zugang zum Kapital bekommen. All das, um ihre Ideen schnell zu verwirklichen. Der Boden, auf dem dieses neue Ökosystem wachsen kann, ist bereitet. Die Politik hat beschlossen, einen langen Atem zu beweisen. Dank der zahlreichen Unter­nehmen, die bereits heute dem Gewächs­haus­verein angehören, stehen die Chancen gut, in der nächsten Dekade an attraktive Ökosysteme wie Berlin oder Mannheim heranzurücken.

Gut für den Geschäftssinn: gleich drei neue Mitglieder und eine Gründerin

Noch dazu, wenn der Verein weitere Verstärkung durch heimische Unter­nehmen erhält. Paul Mackes, Vorsitzender des Gewächs­haus­vereins, begrüßte gleich drei davon. Neben der Mario Baum Entsorgung (https://www.baum-sanierung.de/), einem Spezialisten rund um die Immobilie, der eine schlüsselfertige Modernisierung und Sanierung anbietet, auch den Autohändler Waldhausen und Bürkel (https://waldhausen-buerkel.de/) in Form des Geschäftsführers Oliver Bürkel. Das Autohaus betreibt Standorte in Mönchen­gladbach und in Viersen. Einen Rückfall hatten Julia Krumkamp-Rennen und Tom Krumkamp von DC2 Agentur für Werbung (https://dc2-com.de/), die dritten im Bunde. Sie sind seit Anfang Oktober mit seiner relaunchten Werbeagentur in die alte Papierfabrik nach Süchteln gezogen. Nach einem Jahr Mitgliedspause ist die Neuausrichtung der Designfabrik fast abgeschlossen und so gibt es wieder Zeit für aktives Netzwerken im Verein.

Frisch eingezogen in das Gewächs­haus ist Gründerin Anna Fritzsche von SURFACE DESIGN (https://www.gewaechshaus-viersen.de/mieter/unternehmen/surface-design.html). Sie ergänzt die Vielfalt in der ehemaligen Schule um den Bereich Design und Kreativität. Anna Fritzsche entwickelt Dekore, die sich an den neusten Trends in Stil, Farbe und Design orientieren. Dabei richtet sich das An­ge­bot vor allem an Hersteller von Inneneinrichtungsprodukten und die Industrie.

Kurze Reden, tiefer Sinn

Allen Neulingen gab Paul Mackes, Vorsitzender des Gewächs­haus­vereins, eine schlichte Weisheit mit auf den Weg. Sie sollten auch in Zeiten von Corona keinen „schlechten Sinn haben. Denn vor allem positive Emotionen seien gut für das Geschäft.“
Zum Ende des offiziellen Teils zogen bereits herrliche Gerüche in die obere Etage. Bei Sauerbraten vom Reh, Maishähnchen und knackigem Gemüse sowie scharfen Nudeln frisch aus dem Parmesanlaib geschöpft, lockte der Geruchsinn ans Büfett. Selbstverständlich wurden alle Speisen vom Team des Rahserhofs, einem Mitglied des Vereins vor Ort frisch gekocht (https://www.rahserhof-viersen.de/).

Anregende Gespräche und köstliche Cocktails vermischt mit tanzbarem Sound: Noch lange genossen die geladenen Gäste die herzliche Atmo­sphäre des Treffens.

Keine Sinnma(h)lerei – neues Leben für die Hammer Mühle

Diese Familienunternehmen teilen die Liebe zum Denkmal. Mit viel Arbeit und Ideen wagte das Familienunternehmen Mostron Elektronik den Kauf der an ihr Erweiterungsgrundstück angrenzenden alten Mühle. Schnell war klar, dieses Gebäude muss erhalten bleiben. Nach zwei Jahren war es vollbracht. Entstanden ist ein Ort zum Wohlfühlen, Feiern und Tagen, der mit Stil und Ambiente besticht. Und weil er so schön ist, brauchen Hochzeitspaare einfach nur ein paar Stufen höher steigen, um der dazugehörigen Hochzeitssuite ganz eigene sinnliche Momente zu erleben. (https://hammermuehle-viersen.de/)

Ebenfalls von alten Gemäuern verzaubert ist die Familie Breidenbach. Während der eine Bruder samt Frau mit viel Liebe zum Detail einen denkmalgeschützten Ringhochofen in Viersen erhält, konzipiert sein Bruder als Architekt Pläne, mit denen sich ein denkmalgeschütztes in Deutschland einzigartiges Wohnstallhaus zum Wohnatelier wandelt.