Hoher Besuch im Gewächs­haus

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein besuchte jetzt auf Einladung der MIT Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Stadtverband Viersen das Gewächshaus für Jungunternehmen

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Nieder­rhein besuchte jetzt auf Einladung der MIT Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Stadtverband Viersen das Gewächs­haus für Jung­unter­nehmen. 

Anlass war ein Unter­nehmerfrühstück unter dem Motto „Wirt­schafts­standort Nieder­rhein". Dabei wurde das Gewächs­haus vorgestellt, über Viersener Standortfaktoren gesprochen sowie ausführlich am Netzwerk Viersen geknüpft.

Ein wichtiger Grund des Besuches war neben der gesetzten Thematik für alle Beteiligten aber auch ein schlichtes Kennenlernen. So hatte Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Nieder­rhein, schon lange Interesse am Konzept, an der Arbeit und Idee des Gewächs­hauses gezeigt. Insbesondere da es sich seit Jahren als guter Ort für erfolgreiche Gründungen am Nieder­rhein etabliert hat. Davon wollten sich auch die Vertreter der MIT der CDU Stadtverband Viersen und die Anwesenden des CDU Stadtverbandes vor Ort überzeugen. Nach Abschluss eines Vortrages, den Norbert Jansen, stellvertretender Fachbereichsleiter der Wirt­schafts­för­derung Viersen, über das Gewächs­haus hielt, zeigten sie sich ebenfalls von den Fakten beeindruckt.

Südstadt ich komm aus Dir

Besonders gut gefielen Sebastian Achten und Brigitte Goßmann vom CDU Stadtverband die enge Verbundenheit des Hauses mit dem eigenen Umfeld, in diesem Fall mit der Viersener Südstadt. Gemeinsame Projekte, die Einbindung am Tag der offenen Tür und die Tatsache, dass manches der gewachsenen Unter­nehmen, sich nicht nur in Viersen, sondern sogar im selben Stadtteil ansiedelt, zeuge, so Beide, von der besonderen Verbundenheit zum Standort.

Wirt­schafts­standort Viersen – gutes Pflaster für Gründer, aber mit Luft nach oben

Jürgen Steinmetz erläuterte die Situation des Wirt­schafts­standortes Viersen aus der Perspektive der IHK. Anlass hierzu ist die Tatsache, dass im kommenden Jahr eine Standortanalyse für die Kreisstadt geplant ist. Diese soll einerseits auf einer umfassenden Datensichtung sowie andererseits durch eine Umfrage unter den Viersener Unter­nehmen basieren. Letztere sollen deutlich äußern, wo sie „der Schuh drückt und wie zufrieden oder unzufrieden sie mit dem Standort sind“, so Jürgen Steinmetz. Aus den Ergebnissen wird die Wirt­schafts­för­derung der Stadt umsetzbare Schlussfolgerungen ziehen können. Aus Sicht der IHK lassen die relevanten Kennzahlen, beispielsweise zum Beschäftigungswachstum (Viersen + 4 % seit 2010, IHK-Bezirk +10 %) sowie die Steuereinnahmekraft (Viersen 979 Euro pro Einwohner, Landesdurchschnitt 1220 Euro) noch deutlich Potenzial nach oben zu. Zur Aufwertung des Standortes, so Steinmetz, sei vor allem ein rascher Breitbandnetzausbau als Grund­lage der Digi­tal­isie­rung unabdingbar. Hier konnte Norbert Jansen bereits deutliche Fortschritte verkünden. Eine erste Markterkundung ist erfolgt, konkrete Ent­wick­lungsschritte sollen bereits im Wirt­schafts­för­derungsausschuss Mitte Oktober erörtert werden.

Abschließend nutzte Joachim Feies, MIT Vorsitzender des Stadtverbandes Viersen, die gute Gelegenheit, die Arbeit der MIT in Bezug auf die Integration von Flüchtlingen in die heimische Wirtschaft vorzustellen. Mithilfe einer Patenschaft sollen Unter­nehmen aus Viersen Flüchtlinge in ihre Betriebe aufnehmen und somit – neben der Integration derselben – durch die Begleitung der MIT dazu beitragen, die mit der Einbindung von Flüchtlingen verbundenen Vorschriften und Gesetze übersichtlicher und transparenter zu machen. Einen ersten Versuch hat Joachim Feies bereits in seinem eigenen Ingenieurbüro gestartet.

Netzwerke zwischen Start-ups und gestandenen Unter­nehmen erweitern

Beim gemütlichen Frühstück nutzten die Vertreter aus Politik und Wirtschaft die Gelegenheit ausgiebig und lang, mit den Gewächs­hausmietern ins Gespräch zu kommen. Schnell stellte sich heraus: Wenn die Fakten für Gründer stimmen, trägt am Ende die freundliche Atmo­sphäre eines Ortes einen gewichtigen Teil zum Erfolg bei. Im Kleinen im Haus selber, dann im eigenen Stadtteil und im Großen in der gesamten Stadt.