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Dienstag, 19. März 2019

Viersen, gegründet, um zu bleiben!

Besuch von Bündnis 90/Die Grünen im Gewächshaus

Norbert Jansen, Monika Freund, Florian Ackens, Cèline Widera, Gemma Russo-Bierke, Dr. Rüdiger Schmitz, Maria Dittrich, Paul Mackes, Ulle Schauws, Matthi Bolte-Richter, Michael Basten, Florian Ackens.

„Viersen, gegründet, um zu bleiben!“ So ließe sich der Slogan der Stadt „Viersen, kommen, um zu bleiben“ flugs umdichten, wenn es um das Gewächshaus für Jungunternehmen ginge. Mit einer Quote von 25 Prozent an Start-ups, die sich nach erfolgreicher Gründung in der Nähe niederlassen, und einer Bestandsquote von über 70 Prozent der Unternehmen insgesamt, beeindruckte das Konzept von Stadt und Förderverein auch den NRW-Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Matthi Bolte-Richter. Der verschaffte sich, zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Ulle Schauws und lokalen Parteivertretern, jetzt selbst einen Einblick vor Ort. 

Die heimische Wirtschaft im Blick

Anlass des Besuches ist eine entsprechende Agenda der GRÜNEN Landtagsfraktion für mehr Innovation und Gründergeist in NRW. Damit dies gelingt, sollen unter anderem mehr Orte geschaffen werden, an denen Existenzgründer gut arbeiten und wachsen können. Und das in Großstädten genauso wie auf dem Land. Da passte es perfekt, zunächst zu schauen, ob es „gute Orte“ und mögliche Vorbilder bereits in NRW gibt. Aus diesem Grund bat Michael Basten, Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Matthi Bolte-Richter, dann auch die Stadt Viersen um einen Besuchstermin im Gewächshaus für Jungunternehmen. Vor Ort sollten Erkenntnisse dazu gewonnen werden, wie Städte und Dörfer Gründerinnen und Gründer unterstützen und anschließend auch an die Region binden können, welche Herausforderungen dabei zu meistern sind und insbesondere welche Unterstützung sie dafür von der Landespolitik benötigen. Wer könnte dafür besser Rede und Antwort stehen, als Verantwortliche und Existenzgründer selbst. So konnten Norbert Jansen und Monika Freund, stellvertretender Fachbereichsleiter bzw. Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung Viersen, gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins des Gewächshauses Dr. Rüdiger Schmitz sowie Paul Mackes, kurz vor den närrischen Tagen eine große Delegation aus der Partei Bündnis 90/ Die Grünen im Gewächshaus begrüßen. Neben dem Landtagsabgeordneten und seinem Mitarbeiter waren auch die Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws sowie Maria Dittrich, Sprecherin des Kreisverbands, und Gemma Russo-Bierke, Kreisgeschäftsführerin, mit dabei. Aus Viersen selbst wohnten Sabrina Dittrich und Céline Widera vom Ortsverband dem Besuch bei.

Rege Diskussion erwünscht

Nach einer Begrüßung und einem informativen Kurzvortrag über die Idee und Organisation des Gewächshauses blieb ausreichend Zeit für eine rege Diskussion mit den anwesenden Jung­unternehmen. Hier brachten sich Christina Geratz, Naturheilpraxis, Florian Ackens und Jan-Philipp Eccher von Lohbusch Bräu, Wolfgang Jäger und Andreas Baltz , Glasfaser-ABC sowie Günter Dürselen für Gapworxx Consulting und Benu Projekt & Plan rege ein. Vor allem Fragen der sozialen und finanziellen Absicherung von Gründern und die damit einhergehenden hohen Belastungen wurden diskutiert. Damit wurde aus Sicht von Matthi Bolte-Richter ein wichtiger Punkt angesprochen. Hier müssen die Rahmen­be­dingungen politisch so gestaltet werden, dass sie eine spürbare Entlastung für Gründer be­wirken und diese sich auf die Entwicklung des Unternehmens konzentrieren können.

Auch der Mangel an Studenten, die gründen, ließe sich, so die ehemaligen Studenten und heutigen Gründer Philipp Eccher und Florian Ackens, mit den hohen finanziellen und zeitlichen Belastungen erklären, die als Start-up anfallen. Insbesondere zu Beginn des Geschäftsaufbaues gäbe es viele zusätzliche Aufgaben bürokratischer Art. Der Gründer stehe oft ratlos vor einer Vielzahl von Entscheidungen. Hilfe leistet das Gewächshaus hierbei mit Rat und Tat aus der Wirtschaftsförderung sowie den hauseigenen Unternehmensberatern. Ein großer Pluspunkt des Hauses neben der günstigen Miete und der guten Lage, der in der Öffentlichkeit bekannter werden müsste. So ließen sich Hochschulabsolventen möglicherweise an die Region binden. Die Politik, so das Versprechen der Parteivertreter von Bündnis 90/Die Grünen auf allen vier Ebenen (Stadt, Kreis, Land, Bund), will ihren Teil zur Imageaufbesserung des Niederrheins durch gute Vernetzung und mehr Öffentlichkeitsarbeit beitragen. Wie der Gründungsspirit in Deutschland weiter gestärkt werden kann, Ausbau der Förderung für ältere Existenzgründer sowie mehr Mut auf Seiten der Banken waren weitere Themen, die im Rahmen des Besuches angestoßen wurden.

Gute Standorte sind bedeutend für den Gründungserfolg

Zur Frage, ob ein Standort, abgesehen von einem guten Internetzugang, überhaupt noch eine Rolle spielen, antworteten die Mieter des Hauses fast einstimmig: „Ein klares Ja!“ Die zentrale Lage, der Charme des Hauses, die Gemeinschaft und das effektivere Arbeiten in einem Büro, statt von zu Hause, hätte sie alle bewogen, Viersen und sein Gewächshaus zum Gründen auszuwählen. „Wir müssen uns auf unsere Stärken und Vorzüge besinnen und Viersen zum guten Geheimtipp für Gründer machen“, sagte Monika Freund und setzte selbstbewusst nach: „Wir leben Tradition mit modernem Geist. Bei uns lässt es sich gut arbeiten, wir bieten effektive Unterstützung und wir wirtschaften bodenständig und nachhaltig.“ Dieser besondere Viersener Geist soll zukünftig auch Jungunternehmen des Einzelhandels umwehen. Auch ihnen will die Stadt Viersen einen guten Start ermöglichen.

Gewächshaus Idee soll auf Start-ups im Einzelhandel übertragen werden

Der Weg des Gewächshauses, so Norbert Jansen, soll Gründer mit guten Ideen für den Einzelhandel motivieren,  ihr Geschäft in Viersen aufzubauen. Dafür würde Wissen transferiert, Fördermittel bereitgestellt, entsprechendes Coaching und Hilfe bei der Erstellung eines Businessplanes gegeben und bei der Suche nach einem günstigen Standort geholfen. Nach einer Besichtigung und etlichen weiteren interessanten Gesprächen konnte die Besucherdelegation nur zustimmen. Matthi Bolte-Richter dankte  für den großen Rahmen, und bekräftigte, dass Gründung Impulse setze und diese in die Gesellschaft bringe: „Hier wird in Viersen wichtige Arbeit geleistet und die heutigen Anregungen und Gedanken werde ich auf Landesebene mitnehmen.“