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Montag, 15. Juli 2019

BusinessSpecial Networking: Gut versorgt – besser entsorgt

Viersener Unternehmerfrühstück bei der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN)

Von links nach rechts: Pierre Vincent (EGN), Norbert Jansen (Wirtschaftsförderung Viersen), Bürgermeisterin Sabine Anemüller und Paul Mackes (EGN) – Fotos: Antje Prömper

Ob Kontakte, Käsebrötchen, Container oder Gründer­büros: An diesem Morgen servierte die Wirtschafts­förderung der Stadt Viersen den über 60 Ent­scheidern aus Wirt­schaft und Politik beim Unter­nehmer­treffen „Früh­start“ eine Vielfalt, die so Manchen überraschte.

Etwas mitnehmen und etwas davon haben solle jeder Unternehmer, der eine Viersener Wirtschafts­ver­anstal­tung besucht! So erklärte Bürgermeisterin Sabine Anemüller die Intention des Treffens. Und damit dies auch an diesem Morgen gelang, sorgten die Verantwortlichen der städtischen Wirtschaftsförderung dafür, dass es beim Frühstück neben einem inhaltlichen Schwerpunkt vor allem eine interessante Mischung aus Jungunternehmen, KMU’s und hilfreichen Dienstleistern gab. Stattfand das Treffen im Hause der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN).

Pierre Vincent

Das Viersener Unternehmen feiert in vier Jahren bereits sein 100-jähriges Bestehen. Gegründet wurde es 1923 unter dem Namen Trienekens. Begonnen als reiner Papier­verwerter, wandte sich die Firma 1954 der Müllentsorgung zu und firmiert seit 2005 unter Ent­sorgungs­­gesell­­schaft Nieder­rhein. Einer der heutigen Geschäfts­­führer, Pierre Vincent, begrüßte die Gäste in der Kantinen­halle. In seiner An­­sprache verdeutlichte er, dass die Ge­schichte eines Unter­­nehmens auch die Menschen, die in ihm arbeiten präge. Mit 1088 Be­schäftigten und einem Umsatz von rund 250 Millionen Euro zählt der Full-Service-Anbieter im Bereich Ent­sorgung und Recycling zu den Großen der Branche. In Viersen arbeiten 340 Mitarbeiter in der Zentrale an der Greefs­allee. Pierre Vincent selbst stammt aus den Nieder­landen und fühlt sich nach drei Jahren in Viersen, inzwischen fest in der Kreis­stadt verwurzelt. „Bester Beweis, wie gut Holland und Viersen zusammenpassen, ist doch auch unsere Koope­ration mit dem Erasmus-von-Rotterdam Gymnasium“, scherzte er.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unter­neh­men ist ein zentraler Ansatz der Stadt Viersen, um Schüler in ihrer Berufs­wahl­orientierung zu fördern und auf ihr späteres Berufsl­eben vorzubereiten. Aus diesem Grund vermittelt die Wirtschaftsförderung Kooperationen zwischen Schulen und ansässigen Firmen. Diese können vom Projekt bis zur intensiven Partner­schaft reichen. Frisch mit dieser Aufgabe betreut ist Katrin Liegner, Mit­ar­beiterin der Wirt­schafts­­­förderung. Nähere Informationen finden Firmen auf der Seite der Stadt.

Heimatliebe und soziales Engagement

Das tatsächliche soziale Engagement der EGN geht aber weit über die Koope­ration mit einer Schule hinaus. Um­welt­unter­richt in vielen Schulen, die verlässliche Unter­stützung zahlreicher lokaler Sport­vereine und die Mit­gliedschaft im Gewächs­haus für Jung­­unter­­nehmen sind weitere positive Beispiele. Seien es die 32 Azubis der EGN oder die zahlreichen Auspflanzungen aus dem Gewächs­haus für Jung­unternehmen, offensichtlich versteht sich die Kreis­stadt darauf, den eigenen Nachwuchs für die Wirt­schaft zu züchten. Neben der FamCare Erziehungshilfe, Resmo Trade, FM Consulting und der Deutschen Glas­faser mischten sich an diesem Morgen etliche aktuelle und ehemalige Mieter aus dem Gewächshaus unter die gestandenen Profis. Die kamen beispielsweise von der Spar­kasse Krefeld, der Bauen und Leben GmbH, Sport Pergens, dem Allgemeinen Krankenhaus Viersen oder von der Batstar GmbH. Auch diese Firma wurde in Viersen gegründet. Sie gilt heute als Spezialist im Herstellen und Entwickeln von leistungs­fähigen Akkus für Funkgeräte, mobile Datenerfassung und vielem mehr. Ebenfalls zu den heimlichen Viersener Experten gehört der seit über 60 Jahren vor Ort beheimateten Kunstoffverarbeiter und Compounder Hoffmann + Voss.

Unternehmer mit Humor – typisch Viersen

Dessen Geschäftsführer Ansgar Hoffmann sorgte, in der in das Frühstück integrierten Vorstellungsrunde aller Anwesenden, mit seinem Vortrag für einen herzlichen Lacher. „Unsere Arbeit klingt kompliziert – und ist sie auch!“ Überhaupt prägt genau diese Mischung aus Höflichkeit, Interesse, Engagement und Humor die Unternehmertreffen in Viersen. Ein weiterer Beweis? Da wäre Schwarzkopf & Henkel im Gewerbe­gebiet Macken­stein. Ebenfalls am Stand­ort sozial engagiert und mit einer Schule in Viersen verbandelt, versprach die Standortleiterin Frau Dr. Dagmar Preis-Amberger an diesem Morgen scherzhaft. „Wir produzieren in Viersen sehr erfolgreich Haar­farbe und Zahn­pasta und versprechen Ihnen, wir mischen sie nicht.“

Raum für neue Geschäfte

Wer das jetzt als Unternehmer liest und gleich die Tasche packt, um auch nach Viersen zu kommen, dem kann Norbert Bienen von Bienen & Partner sofort helfen. Zum ersten Mal, so erzählte er stolz in der Halle der EGN, vermittelt er als Projektentwickler nicht nur Immobilien, sondern baut mit dem Gewerbepark „Mein Werk“ selbst. Gestartet wird mit dem Projekt in Viersen in diesem Herbst. Mitte des Jahres 2020 könnten die ersten Käufer einziehen. Mehr Informationen zu „Mein Werk Viersen“.

Nach dem Frühstücken blieb noch viel Zeit für etliche und durchaus ernstere Gespräche im kleineren Kreis. Vor allem die zahlreichen Unternehmen aus dem Bereich der Entsorgung und Verwertung fanden schnell zueinander. Darunter der Abfallmanager Zwo G, die Mario Baum Entsorgung, die Dappen Abbruch und Recycling GmbH oder die Krettek Separation GmbH.

Wir danken